Sehenswürdigkeiten in Lemgo Sehenswürdigkeiten in Lemgo

Die Hansestadt Lemgo hat neben der hier aufgeführten historischen Substanz über 800 Jahre Stadtgeschichte und über 400 Denkmäler zu bieten. Heute setzt Lemgo auf hochwertige moderne Architektur, die international anerkannt und sehenswert ist.

 



Junkerhaus

Das Junkerhaus in Lemgo

Im Jahr 1889, acht Jahre nach seiner Rückkehr nach Lemgo, stellte Karl Junker den Bauantrag für sein Haus. Vermutlich aber hatte er sich schon Jahre vorher mit Entwurf und Planung beschäftigt und sogar ein detailgetreues Holzmodell gebaut. 1891 war der zweistöckige Fachwerkbau mit Bruchsteinsockel weitgehend fertig gestellt. Die spezifische Gestaltung seines Hauses mit überreichen und phantasievollen Schnitzereien beschäftigte Karl Junker noch viele Jahre. In diesem vielfach als Gesamtkunstwerk bezeichneten Haus lebte und arbeite Karl Junker, weitgehend zurückgezogen von menschlicher Gesellschaft, bis zu seinem Tod.

Hexenbürgermeisterhaus

Das Hexenbürgermeisterhaus in Lemgo

Das Städtische Museum Hexenbürgermeisterhaus gehört zu den ältesten Stadtmuseen in Ostwestfalen-Lippe. Mit seiner 1571 entstandenen Fassade ist das Haus ein herausragendes Beispiel städtischer Architektur im Stil der Weserrenaissance. Trotz zahlreicher Umbauten ist die räumliche Struktur des frühzeitlichen Bürgerhauses (Diele mit Herdfeuer und seitlichen Einbauten, Saal, Keller, Speichergeschosse ) erhalten.

Der Beiname Hexenbürgermeisterhaus erinnert an den Juristen und Bürgermeister Hermann Cothmann. Er hatte sich während seiner Amtszeit den Ruf eines unerbittlichen "Hexenjägers" erworben. Das Museum zeigt eine Reihe von Folterinstrumenten aus dem Nachlass der Lemgoer Scharfrichterfamilie Clauss / Clausen.

Schloß Brake

Schloß Brake

wurde ab 1587 als Residenz der Grafen zur Lippe im Stil der Renaissance ausgebaut. Es ist von einem Wassergraben umgeben und steht auf den Grundmauern einer der größten mittelalterlichen Burgen Norddeutschlands. Der markante Turm macht es zum weithin sichtbaren Wahrzeichen der alten Hansestadt Lemgo. Die Gebäude im näheren Umfeld des Schlosses vermitteln noch heute ein eindrucksvolles Bild einer frühneuzeitlichen Residenz, zu der die Domäne, drei historische Mühlen und ein Waschhaus gehören.

Alter Markt

Marktplatz

Schon zu Zeiten der Hanse war Lemgo eine lebendige Stadt. Dass sich Lemgo dies bis heute erhalten hat, davon erhält man mittwochs und samtags auf dem Lemgoer Wochenmarkt einen Eindruck, der mit seiner Attraktivität den Marktplatz belebt.

??

Ölmuhle

Mühlengeschichte von 1846 bis heute ist in zwei Braker Schlossmühlen von der ehemaligen Müllerfamilie liebevoll dargestellt. Die Ölmühle von 1806, durch ein Wasserrad betrieben, ist als einzige ihrer Art noch vollständig erhalten. In der ehemaligen Sägemühle von 1831 wird eine Ausstellung zur Funktion und Geschichte der Schlossmühlen gezeigt.  Die Gewinnung und Nutzung von Energie (Pflanzenöl, Erdöl, Gas und Elektrizität), die Verarbeitung von Flachs sowie Lebenszeugnisse der Müllerfamilie Vietmeier, darunter vor allem Erfahrungen der beiden Weltkriege, werden anschaulich präsentiert.

Kanzlerbrunnen

Kanzlerbrunnen

Eine gewichtige Persönlichkeit, die aus Osnabrück stammt und sich zwar in Lippe, aber kaum in Lemgo Verdienste erworben hat, wird trotzdem vorgestellt, weil sie zu den beliebtesten Fotomotiven Lemgos gehört, schon vielen Besuchern die Hand gegeben hat und weiterhin unermüdlich begrüßen wird: Dr. Balthasar Knaust, Kanzler des Grafen Simon VI. Er ist unter den 5 Bronzefiguren nicht zu übersehen, mit denen der Aachener Bildhauer Bonifatius Stirnberg 1977 den Kanzlerbrunnen am Ostertor ausgestattet hat, um den "Streit um die Tonne" (mit kostbarem Mindener Bräuhahn-Bier) so lebendig wie möglich zu illustrieren.